Klimaschutz und Energiesparen
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Klimaschutz und Energiesparen
CO2 Gebäudesanierung
Unser Klima ist im Wandel, nicht zuletzt, weil große Mengen des Treibhausgases CO2 das Gleichgewicht in der Erdatmosphäre beeinträchtigen. Die Vorräte der fossilen Energieträger sind begrenzt. Die Energiepreise steigen kontinuierlich und werden aller Voraussicht nach auch zukünftig weiter steigen. Diese kurzen Schlaglichter zeigen: Es gibt keine Alternative zum Energiesparen - daraus ergibt sich die Notwendigkeit zum Handeln. Die Bundesregierung tut dies konsequent und fördert Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduktion des CO2-Ausstoßes im Gebäudebereich wie noch nie zuvor. Beispielhaft hierfür stehen die erfolgreichen KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren, allen voran das CO2-Gebäudesanierungsprogramm.
Energiesparen im Gebäudebereich
Ein wichtiges Handlungsfeld ist die Energieeinsparung im Gebäudebereich. Der Bestand in Deutschland umfasst knapp 19 Millionen Gebäude, davon 17,3 Millionen Wohngebäude und 1,5 Millionen Nichtwohngebäude. Rund drei Viertel des Gebäudebestandes wurden vor 1979 (Altbaubestand) mit zum Teil schlechter energetischer Qualität errichtet. Ab 1977 stellte die 1. Wärmeschutzverordnung Mindestanforderungen an die energetische Qualität der Gebäude.
Der Anteil des Gebäudebereichs an den CO2-Emissionen beträgt 20 Prozent. Energiesparmaßnahmen werden durch die Bundesregierung in einem Umfang wie noch nie zuvor durch das erheblich ausgeweitete CO2-Gebäudesanierungsprogramm in Verbindung mit den weiteren Programmen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren gefördert. Daneben werden Energieeinsparmaßnahmen über steuerliche Vergünstigungen unterstützt. Der Bund geht ebenfalls mit guten Beispielen voran. So werden unter anderem mit dem Pogramm zur energetischen Sanierung von Bundesbauten Maßnahmen gefördert, die deutlich über die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung hinausgehen. Neben den Einsparungen bei den Heizkosten wird durch Verringerung des CO2-Ausstoßes der Klimaschutz verbessert. Zugleich haben Sanierungsmaß-nahmen einen positiven Effekt auf Wachstum und Beschäftigung in der mittelständischen Bauwirtschaft.
Rund 40 Prozent der Energie werden in Deutschland für die Beheizung von Gebäuden und die Warmwasserbereitung eingesetzt. Im Schnitt lagen die Nebenkosten für Heizung und Warmwasser im Jahr 2007 bei etwa 1,07 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung sind das knapp 90 Euro im Monat mit steigender Tendenz.
Durch Modernisierung der Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster, Wärmedämmung von Außenwänden, Kellerdecken und Dächern lassen sich hier erhebliche Mengen an Energie und damit auch an Nebenkosten einsparen. In vielen Fällen liefert dabei die Wärmedämmung den höchsten Beitrag: Schon die Dämmung der Hüllfläche kann den Energiebedarf um ein Drittel bis zur Hälfte senken.
Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren
Ein Programm, das dreifach erfolgreich ist: Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung schafft Arbeitsplätze, verbessert die Wohnqualität und schützt die Umwelt. Kein Wunder, dass die Nachfrage bei Eigentümern, Vermietern und Kommunen ständig zunimmt. Die Bundesregierung beschloss mit dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP) die Verstetigung dieses Programms über 2009 hinaus bis zum Jahr 2011.
Seit dem Programmstart 2006 bis 2009 fließen insgesamt 5,9 Milliarden Euro Bundesmittel in die energetische Gebäudesanierung. Gefördert wird die energetische Sanierung von Wohngebäuden sowie von Gebäuden der kommunalen Infrastruktur. Zusätzlich werden mit dem Investitionspakt seit Anfang 2008 finanzschwache Kommunen bei der energetischen Sanierung der sozialen Infrastruktur (z.B. Schulen und deren Turnhallen) unterstützt. Damit werden zinsverbilligte Kredite angeboten und Tilgungszuschüsse gezahlt. Darüber hinaus bekommen Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen direkte Zuschüsse.
Die Förderstruktur der Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm, Wohnraum Modernisieren (ÖKO-PLUS-Variante) und Ökologisch Bauen) wird 2009 den geplanten verschärften Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) angepasst.
Neben der energetischen Sanierung von Wohngebäuden und von Gebäuden der kommunalen Infrastruktur werden zukünftig auch der Austausch von Nachtstromspeicherheizungen sowie verstärkt quartiersbezogene Lösungen zur Wärmeversorgung gefördert. Neu hinzu tritt die Förderung der energetischen Sanierung von Großwohnsiedlungen, die Bestandteil des Maßnahmenpaketes "Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung" der Bundesregierung vom 5. November 2008 ist.
Zusätzlich werden mit den vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung finanzierten Modellvorhaben 'Niedrigenergiehaus im Be-stand' der Deutschen Energie-Agentur breitenwirksam gute Beispiele hochwertiger energetischer Sanierungen von Wohngebäuden, Schulen, Kindergärten geschaffen. Damit wird der technische Fortschritt vorangetrieben. Zugleich werden dadurch regionale Netzwerke aus Ge-bäudeeigentümern, Handwerksfirmen, Planern und Energieberatern etabliert.
Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung: Impulse für Bauwirtschaft, Hauseigentümer und Klima
Energieeinsparung im Gebäudebereich ist ein Schwerpunkt der Bundesregierung im Rahmen der Wohnungs- und Baupolitik in dieser Legislaturperiode. Die Erschließung und konsequente Nutzung der Einsparmöglichkeiten im Gebäudebestand ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Förderprogramme in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) tragen maßgeblich zur Beschleunigung dieses Prozesses bei, allen voran das CO2-Gebäudesanierungsprogramm im Rahmen der KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren.
Für die Förderung sprechen vor allem drei Gründe, denn:
- Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung senken den individuellen Energieverbrauch. Seit 2006 wurden Heizkosten in Höhe von rund 650 Millionen Euro eingespart. Dies geht einher mit einer erheblichen Steigerung der Wohnqualität.
- Durch die Maßnahmen wird der CO2-Ausstoß um jährlich mehr als 2,3 Millionen Tonnen verringert und dies über einen Nutzungszeitraum von durchschnittlich 30 Jahren. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas.
- Energieeinsparmaßnahmen schaffen wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung, insbesondere im örtlichen Baugewerbe und im Bauhandwerk. Für das Jahr 2008 können bis zum Jahresende voraussichtlich ca. 170.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen werden.
Der dreifache Nutzen des Programms liegt also auf der Hand. Es profitieren diejenigen, die am Bau tätig sind durch Aufträge und Umsatzsteigerungen. Mieter und Eigentümer können sich über ein verbessertes Wohnklima und niedrigere Energiekosten freuen. Und schließlich gewinnt auch die Umwelt, denn der Ausstoß des schädlichen Treibhausgases CO2 geht zurück.
